Warum wurde AES67 entwickelt?
Von „Silos“ zur „Vernetzung“: Die unvermeidliche Evolution von AoIP
Vor AES67 war der AoIP-Markt fragmentiert. Dante, RAVENNA und andere konnten nicht miteinander kommunizieren. AES67 wurde entwickelt, um diese Barrieren zu durchbrechen.

Technischer Hintergrund: Das Turmbau zu Babel Dilemma
Um 2010 gab es viele proprietäre AoIP-Lösungen. Wer ein Dante-Pult kaufte, musste Dante-Stageboxen nutzen. Diese „Walled Garden“-Strategie schränkte die Flexibilität der Nutzer massiv ein.
Die Lösung: Projekt X192
Die AES initiierte 2010 das Projekt „X192“. Ziel war kein Ersatz, sondern ein „kleinster gemeinsamer Nenner“ zur Kompatibilität. 2013 wurde AES67-2013 offiziell veröffentlicht.
Kein Ersatz für bestehende Protokolle, sondern ein Kompatibilitätsmodus
Fokus auf Transport und Synchronisation, nicht auf Steuerung
Basiert auf IT-Standards wie IP, UDP/RTP und PTPv2
Tiefgreifende Auswirkungen
AES67 zwang Hersteller zur Öffnung. Heute unterstützen fast alle großen Protokolle den AES67-Modus. Das schützt Investitionen und fördert Innovationen.
"Bei AES67 geht es nicht darum, ein neues Ökosystem zu schaffen, sondern alle bestehenden zu verbinden."